Gemeinde Münsing

666 m, 4.254 Einwohner    

Sehr reizvoll über dem südl. Ostufer des Starnberger Sees gelegen, mit einer Seeuferlänge von 15 km. Münsing mit seinen Ortsteilen Ambach, Ammerland, Degerndorf, Holzhausen, St. Heinrich und Weipertshausen liegt auf dem Höhenrücken zwischen Starnberger See und Isar. Von dort eröffnen sich die schönsten Ausblicke auf den Starnberger See und die südl. gelegene Alpenkette. Eine Landschaft so richtig für Urlauber, die abseits allen Trubels Entspannung und Erholung suchen.

Entwicklung und geschichtliche Vergangenheit des Gemeindegebietes Münsing

Das Gebiet des Starnberger Sees ist eine Moränenlandschaft. Münsing liegt 2 km vom Ostufer des Starnberger Sees entfernt. Das Gemeindegebiet grenzt in einer Länge von ca. 15 km am Ufer des Starnberger Sees.

Der See ist eine alte Erosionsrinne, in welche sich später der gewaltige Isargletscher, der vom Lech bis zum Inn reichte, legte. An den Ufern wurden die Hänge und Hügel durch den Kies- und Steinschub gebildet. Nach Rückgang der Gletscher sind Wälder und Sträucher gewachsen. Nur an einzelnen Stellen blieben Flächen frei oder wurden gerodet. Im Mittelpunkt einer solchen Rodung waren meist eine, gelegentlich mehrere Behausungen.

Immer mehr verdichtete sich die Erkenntnis, dass die Bayern nicht von einem germanischen Volk abstammen, das nach dem Abzug der Römer in eine kaum besiedelte Region eingedrungen sei. Vielmehr scheinen wir in der Überzahl Illyrer und Kelten zu sein, die auch im Gebiet der heutigen Gemeinde Münsing schon Jahrhunderte und Jahrtausende vor den Römern zu Hause waren.

Dies ergäbe eine kontinuierliche Volksentwicklung und so gesehen gewinnt auch die früheste Zeit an Interesse, zumal die Gründung ohnehin nicht auf ein bestimmtes Datum festzulegen ist. Wahrscheinlich ist unser Höhenrücken zwischen Starnberger See und Isar schon seit vielen Jahrhunderten besiedelt. Der erste Fund, der menschliche Wesen nachweist, ist eine Streitaxt, die bei St. Heinrich gefunden wurde und auf die Zeit zwischen 4000-2000 vor Chr. datiert wird.

 

Die Grabhügel, die man sehr zahlreich rings um Münsing findet, stammen meist aus der sog. Hallstattzeit, die etwa 750 v. Chr. beginnt. Die ältesten urkundlich nachgewiesenen Orte sind Münsing (740 n. Chr.), Attenkam (762 n. Chr.), Ambach (765 n. Chr.), Holzhausen (777 n. Chr.), Weipertshausen (778 n. Chr.), Degerndorf (824 n. Chr.), Wimpasing (824 n. Chr.), Weidenkam (945 n. Chr.) und Luigenkam (950 n. Chr.). Alle anderen Orte werden erst nach dem Jahre 1000 erwähnt. Eines der ältesten Gebäude in Münsing ist der „Schwedenstadl“. Er geht auf die Zeit des 30jährigen Krieges zurück (1628).


Münsing ist eine ländliche, überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gemeinde mit hohem Waldanteil, die mit ihrem vielfältigen Orts- und Landschaftsbild eine große Bedeutung für die Erholung hat.


Während die Bewohner der Gemeinde Münsing früher fast ausschließlich von der Landwirtschaft und der Fischerei lebten, finden heute immer mehr Leute in der Industrie, im Handel und im Handwerk ihr Auskommen. So sind im Gemeindegebiet unzählige kleine Handwerksbetriebe ansässig. Für viele Landwirte ist der Fremdenverkehr zu einem zweiten Standbein geworden. Ein Großteil der Einwohner pendelt jedoch in die angrenzenden Städte Wolfratshausen und Geretsried oder in die nur ca. 30 km entfernte Landeshauptstadt München.


Münsing hat seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Die Bevölkerung ist heimatverbunden und pflegt nach wir vor das Brauchtum. So wird in unzähligen Vereinen echte Dorfgemeinschaft praktiziert.